12.07.2010, Westdeutsche Allgemeine Zeitung
MARL. Am vorletzten Tag meines Praktikums im Medienhaus Bauer kam ich noch nicht mal bis in die Redaktion, weil mich ein Kollege an der Tür abfing und direkt mit zum ersten Termin nahm.
Wir fuhren in die Paracelsus-Klinik, wo ein neues MRT-Gerät vorgestellt und der Unterschied zu dem vorherigen Gerät erklärt wurde.
Zwei zuständige Ärzte erläuterten alle Neuheiten und Vorteile, zum Beispiel der größere Durchmesser der Röhre, wodurch der Patient sich weniger eingeengt fühlt.
Die Klinik entpuppte sich als der perfekte Aufenthaltsort bei der Hitze draußen, da die Klimaanlage für angenehm kühle Temperaturen sorgte.
Reporterkollege Klaus Wilker nutze dann gleich die Gelegenheit zum Selbstversuch und ließ sich in das neue Gerät einfahren ( Ganz wichtig: alle metallischen Gegenstände und Karten mit Magnetstreifen unbedingt vorher ablegen!). Anschließend bestätigte er, dass die größere Öffnung eine weniger angsteinflößende Wirkung hat.
Allerdings stellten wir dann beim Lösen des Parkscheins fest, dass sich das Ticket die ganze Zeit über in der Hemdtasche des "Patienten" befand und unbrauchbar war (ich verweise auf die Sache mit den Magnetstreifen).
Als wir es dann durch eine komplizierte Aktion letztendlich doch noch aus dem Parkhaus geschafft hatten, kreuzten Rettungswagen und mehrere Feuerwehrautos unseren Weg, woraufhin wir beschlossen, diese zu "verfolgen", um von einer möglichen Unfallstelle sofort berichten zu können. Allerdings gestaltete sich das ziemlich schwierig, da die Einsatzkräfte den Vorteil haben, rote Ampeln ungebremst überfahren zu können, sodass wir irgendwann dann trotz des schnellen Auto nicht mehr mithalten konnten.
Der einsetzende Regen sorgte dann noch dafür, dass wir ordentlich geduscht wurden, ehe wir wieder am Verlag ankamen.
Obwohl sich am Freitag noch alle einig waren, dass doch bitte Holland die WM gewinnen sollte, gab beinahe jeder zu, während des Spiels gestern .die Seiten. gewechselt zu haben (unfaires Spiel der Holländer). Zudem war schnell klar, dass das Spiel um den 3. Platz ja wohl viel besser anzusehen und spannender war.
Durch die Ausdehnung unseres Termins am Morgen blieb dann gar nicht mehr allzu viel Zeit zum Meldungen bearbeiten und Überschriften suchen, sodass der Tag alles in allem relativ schnell rumging.
Schade eigentlich, denn es macht 1000 mal mehr Spaß hier zu sein, neue Leute zu treffen und neue Dinge zu lernen, als sich in der Schule jeden Tag mit schwierigen Matheaufgaben und langweiligen Gedichten (die sowieso kein Mensch versteht) rumplagen zu müssen.
Aber die Ferien sind ja auch nicht mehr allzu weit entfernt ...