Beim schmerzhaften fortgeschrittenen Gelenkverschleiß (Arthrose) ist in der Regel der Einsatz einer Endoprothese (Kunstgelenk) erforderlich.
Die Auswahl der Prothese richtet sich nach den individuellen Begebenheiten. Wenn die Tragfähigkeit des Knochens gegeben ist, setzen wir zementfrei zu verankernde Prothesenkomponenten aus Titan ein.
Durch den Einsatz moderner Operationstechniken (minimal invasives, zum Teil rechnerunterstütztes [Navigation] operieren) werden die das zu operierende Gelenk umgebenden Weichteile geschont. Intraoperativer Blutverlust und postoperative Wundschmerzen können so reduziert und der Rehabilitationsverlauf begünstigt werden. Es verbleibt auch eine kosmetisch weniger auffällige Narbe.
In der Regel ist bereits im frühen postoperativen Verlauf eine Mobilisation an Gehstützen unter Vollbelastung möglich.
Die durchschnittliche Lebensdauer von künstlichen Hüft- und Kniegelenken liegt bei etwa 15 Jahren. Die modernen Sprunggelenkprothesen weisen bei einer angegebenen Patientenzufriedenheit von 88 % Fünfjahresüberlebensraten von 98 % aus.
Ist eine Wechseloperation erforderlich, werden unter Umständen auch Sonderanfertigungen implantiert. Bei komplexen Wechseloperationen kann auch eine Transplantation von Knochensubstanz erforderlich werden. Hierzu steht uns eine eigene Knochenbank zur Verfügung.


Die Röntgenbilder zeigen den Zustand nach Implantation einer zementfrei im Knochen verankerten Hüftendoprothese aus Titan (Abb. 1). Lässt die Knochenbeschaffenheit eine zementfreie Verankerung nicht zu, so erfolgt eine Verankerung der Prothesenkomponenten mit Knochenzement (Abb. 2).
Die Langzeithaltbarkeit beider Verankerungsformen ist vergleichbar; die Art der vorgenommenen Verankerung richtet sich somit nach den individuellen Gewebeverhältnissen im Bereich der prothesenaufnehmenden Knochenanteile.



Je nach Ausprägung des Verschleißgrades und Zustand der Kniestabilisatoren (Kapsel-Bandapparat, Muskulatur) kommen verschiedene Prothesenmodelle zur Anwendung.
Betrifft die Arthrose nur den inneren- oder nur den äußeren Gelenkanteil, so ist in der Regel eine Teilendoprothese ausreichend (Schlittenprothese) [Abb. 1]
Handelt es sich um eine globale Arthrose bei stabiler Kapsel-Bandführung des Gelenkes, so kommt in der Regel ein kompletter Oberflächenersatz zum Einsatz [Abb. 2]
Bei globaler Arthrose und deutlich instabiler Kapsel-Bandführung des Gelenkes ist die Implantation einer gekoppelten Prothese zu empfehlen [Abb. 3]


Bei fortgeschrittenem, scherzhaftem Verschleißleiden des oberen Sprunggelenkes kann die Implantation einer Sprunggelenkprothese helfen. Sprunggelenkprothesen weisen bei einer angegebenen Patientenzufriedenheit von 88 % Fünfjahresüberlebensraten von 98 % aus.
Die Röntgenbilder zeigen einen fortgeschrittenen Verschleiß des oberen Sprunggelenkes (Abb.1) und den Zustand nach erfolgter Implantation einer Sprunggelenkprothese (Abb 2).


Bei fortgeschrittenem, bewegungsschmerzhaftem Verschleißleiden im Schultergelenk (Abb.1) kann eine Schulterprothese helfen. Abhängig von der knöchernen Beschaffenheit der Gelenkpartner und der das Schultergelenk umgebenden Muskelmanschette ist häufig eine Überkleidung des Oberarmkopfes (Abb. 2) mit einem Implantat (Cup) ausreichend.