Eine Vorsorge-Gastroskopie (Abbildung) zeigte eine suspektes Geschwür im Bereich des Mageneingangs. Die während der Spiegelung entnommenen Proben bestägigten den Verdacht eines bösartigen Magenkarzinoms. Für die stadiengerechte Behandlung des Magenkarzinoms ist eine möglichst genaue Bestimmung der Tumorausdehnung erforderlich.
Die Endosonographie ist hier die Methode der Wahl und erlaubt die Beurteilung der Eindringtiefe des Tumors in die Magenwand sowie die Darstellung von Lymphknotenmetastasen.
Das Ultraschallendoskop wurde in den Magen vorgeschoben. Um eine besonders genaue Darstellung der Magenwand zu ermöglichen, wurde der Magen mit Wasser gefüllt. Die ersten 16 Sekunden der Filmsequenz zeigen die normale Magenwand mit gut erkennbarer Darstellung der einzelnen Wandschichten – von innen nach außen: hell (oberflächliche Mukosa), dunkel (tiefe Mukosa), breite helle Schicht (Submukosa), dunkle gerade verlaufende Schicht (Muskelschicht = muscularis propria). Der zweite Teil des Films zeigt den Magentumor; hier ist die normale Schichtung der Wand vollständig aufgehoben (im rechten Bildanteil ist diese noch erkennbar). Der Tumor erreicht die untere dunkle Schicht (Muskelschicht), hat die Magenwand jedoch noch nicht vollständig durchwachsen. Lymphknoten wurden endosonographisch nicht nachgewiesen.
Die nachfolgenden Screenshots zeigen die wichtigsten Befunde aus dem gezeigten Film. Im Bereich des Tumors ist die Schichtung der Magenwand aufgehoben; der Tumor durchbricht die Muskelschicht der Magenwand (muscularis propria) jedoch noch nicht.
