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Herzlich Willkommen auf den Seiten der Klinik für Anästhesieologie
Chefarzt Prof. Dr. med. Holger Holthusen
Telefon: 02365/90-2600
Telefax: 02365/90-2609
Liebe Patientin, lieber Patient!
Schön, daß Sie unsere Homepage besuchen.
Im Folgenden möchten wir Sie über alle Anästhesie-bezogenen Vorgänge rund um eine Operation informieren und beantworten häufig gestellte Fragen (FAQ).
Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
So geht's:
- Prämedikationsvisite
- Verhalten am Abend vor der Operation
- Verhalten am Morgen der Operation
- Narkoseeinleitung
- Während der Operation
- Aufwachraum
- Schmerztherapie nach der Operation
- Intensivstation
Prämedikationsvisite
- Am Vortag einer geplanten Operation besuchen wir Sie auf Ihrem Zimmer: Bitte verlassen Sie deshalb nicht die Station, bevor wir mit Ihnen gesprochen haben.
- Nach ausführlichem Studium Ihrer Krankenunterlagen erheben wir bei Ihnen einen körperlichen Untersuchungsstatus und unterhalten uns mit Ihnen über Ihre Krankengeschichte (bitte füllen Sie schon vorab den gelben Fragebogen aus). Anschließend erläutern wir Ihnen die für die geplante Operation in Frage kommenden Anästhesieverfahren und klären Sie ausführlich über die eventuellen Risiken auf. Schließlich suchen wir mit Ihnen zusammen das für Sie am besten geeignete Verfahren aus.
- Das präoperative Gespräch ist unverzichtbarer Bestandteil einer geplanten Narkose. Es dient nicht nur zur Wahrung der juristischen Aufklärungspflicht, sondern vor allem dazu, Ihnen die Angst vor einer Narkose zu nehmen sowie alle relevanten Informationen zu sammeln, um Ihnen eine optimale anästhesiologische Betreuung garantieren zu können.
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Verhalten am Abend vor der Operation
- Bleiben Sie bitte ab 22.00 Uhr am Vorabend der Operation nüchtern: das bedeutet, Sie dürfen nichts trinken, essen, lutschen, kauen und auch nicht rauchen. Bitte trinken Sie am Vorabend keinen Alkohol.
- Nehmen Sie wie im Narkosegespräch besprochen Ihre Abendmedikation ein. Zusätzlich erhalten Sie auf Wunsch eine milde Schlaf- bzw. Beruhigungstablette.
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Verhalten am Morgen der Operation
- Am Morgen der Operation können Sie wie üblich Ihre Morgentoilette verrichten. Bitte verzichten Sie aber auf Schminken oder Einreiben mit fettenden Cremes. Nagellack sollten Sie entfernen.
- Nehmen Sie wie im Narkosevorgespräch besprochen Ihre Morgenmedikation ein; zusätzlich erhalten in der Regel Sie ein mildes Beruhigungsmittel, das unerläßlich zur Narkosevorbereitung gehört.
- Sie dürfen die Tabletten mit einem Schluck Wasser nehmen, bitte keinesfalls mit Kaffee, Tee, Fruchtsaft oder Milch.
- Entfernen Sie bitte vor der Operation Ihre Zahnprothese, legen Sie keine Kontaktlinsen ein und legen Sie allen Schmuck, Uhr, Ringe, etc. sowie auch die Brille ab. Falls vorhanden, entfernen Sie bitte sorgfältig alle Piercings.
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Narkoseeinleitung
Allgemeinanästhesie
- Kurz vor dem geplanten Operationsbeginn fahren die Stationsschwestern Sie in Ihrem Bett zum Operationstrakt. Das OP-Team lagert Sie dort so bequem wie möglich auf einer Operationstrage und fährt Sie in den Narkose-Vorbereitungsraum.
- Dort legen wir Ihnen ein EKG zur Herzüberwachung, eine Manschette am Oberarm zur Blutdruckmessung sowie einen Fingerclip zur Messung Ihrer Sauerstoffversorgung an. Danach erhalten Sie eine Venenverweilkanüle in Handrücken oder Unterarm (wir verwenden dazu sehr dünne Kanülen, so daß das Einführen der "Nadel" kaum Schmerzen verursacht).
- Anschließend beginnen wir mit der Infusion eines Narkosemittels, Sie werden müde und etwa eine Minute später sind Sie dann in tiefer Narkose. Häufig führen wir anschließend zur weiteren Beatmung einen Beatmungsschlauch, den sogenannten Tubus, durch den Mund in die Luftröhre ein. Der Tubus wird in Narkose eingeführt und am Ende der Operation auch noch in Narkose entfernt, d.h. Sie spüren davon nichts. In bestimmten Fällen, besonders bei kurz dauernden Eingriffen kann die weitere Beatmung auch über eine Maske oder eine Rachenmaske (Larynxmaske) durchgeführt werden.
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Regionalanästhesie
Unter dem Begriff Regionalanästhesie versteht man verschiedene Anästhesieverfahren, die eine Unterbrechung der Schmerzleitung vom Ort der Schmerzentstehung (Operationsgebiet) zum Ort der Schmerzwahrnehmung (Gehirn) herbeiführen. Die Schmerzunterbrechung erfolgt durch Medikamente (Lokalanästhetika), welche die Weitergabe der Nervenimpulse unterbinden. Eine Regionalanästhesie ermöglicht Schmerzfreiheit bei Operationen ohne Beeinträchtigung des Bewußtseins. Diese Anästhesieverfahren können jedoch bei Bedarf, respektive auf Wunsch des Patienten, mit einem Schlafmittel (Sedativum) oder einer Allgemeinanästhesie kombiniert werden.
Die anästhesierten Körperregionen werden nicht nur schmerzunempfindlich, sondern können für einige Stunden nicht oder nur noch eingeschränkt bewegt werden.
Da für viele Operationen die Fortführung der schmerzstillenden Wirkung einer Regionalanästhesie auch für die ersten Tage nach der Operation wünschenswert ist, werden in unserer Klinik bei peripheren Nervenblockaden extrem feine Schläuche (Katheter) in die Nähe der zu betäubenden Nerven bzw. Nervengeflechte gelegt. Somit können nach der Operation Lokalanästhetika durch eine Medikamentenpumpe kontinuierlich verabreicht werden, womit weitestgehende Schmezfreiheit gewährleistet ist.
Bei den zentralen Nervenblockaden (Spinal- oder Epidurlanästhesie) unterbricht ein in den Wirbelkanal eingespritztes Lokalanästhetikum die Schmerzleitung von der unteren Körperregion zum Gehirn im Bereich des Rückenmarks. Das Lokalanästhetkum wird bei der Spinalanästhesie im Lendenwirbelbereich in den mit Gehirnflüssigkeit (Liquor) gefüllten, so genannten Subarachnoidalraum injiziert.
Im Gegensatz hierzu wird bei der Epiduralanästhesie das Lokalanästhetikum vor den Subarachnoidalraum injiziert. Bei der Epiduralanästhesie setzen wir in unserer Klinik auch Katheter zur postoperativen Schmerztherapie ein. Je nach Operationsgebiet wird im Brustoder im Lendenwirbelbereich (thorakale bzw. lumbale Epiduralanästhesie) durch die Punktionskanüle ein Katheter eingeführt und das Lokalanästhetikum über einen Perfusor kontinuierlich verabreicht.
Bei manchen operativen Eingriffen oder bei bestimmten Vorerkrankungen kann die Kombination von Narkose und Regionalanästhesie von Vorteil sein. So kann in der Regel der Narkosemittelbedarf deutlich reduziert werden, die Aufwachphase verkürzt und insbesondere die Schmerztherapie nach der Operation patientengerecht optimiert werden.
Folgende Verfahren werden Ihnen angeboten:
Wie bei jedem Anästhesieverfahren können auch bei einer Regionalanästhesie Nebenwirkungen auftreten. Komplikationen während oder nach einer Regionalanästhesie treten extrem selten auf, können jedoch auch ernsthafte Ausmaße annehmen. Deshalb eignet sich nicht jeder Patient für dieses Anästhesieverfahren.
Regionale Anästhesietechniken lehnen wir zu Ihrer Sicherheit bei folgenden Gegebenheiten ab:
- Anzeichen einer Gerinnungsstörung
- bestehender Infekt oder Bluterguß an der Einstichstelle
- nicht abgeklärte neurologische Defizite
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Während der Operation
- Im Verlauf der Operation/Narkose überwachen wir mit modernsten Geräten fortlaufend Ihre Narkosetiefe sowie die wichtigsten Organfunktionen wie Hirnfunktion, Atmung, Herz-Kreislauf und Nierenfunktion und stellen ihre regelrechte Funktion sicher.
- Während der gesamten Zeit erhalten Sie kontinuierlich ein Narkosemittel in auf Sie abgestimmter Dosierung. Außerdem erhalten sie nach Bedarf Schmerzmittel und Infusionen. Nur sehr selten ist eine Transfusionen von roten Blutkörperchen oder Blutplasma notwendig. Über die (heutzutage äußerst geringen) Transfusionsrisiken werden Sie bereits vor der Operation aufgeklärt.
- Am Ende der Operation wird die Zufuhr der Anästhetika beendet, der Tubus oder die Rachenmaske entfernt und Sie wachen binnen weniger Minuten auf.
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Aufwachraum
- Nach der Operation betreuen wir Sie in unserem speziell eingerichteten Aufwachraum. Hier wird die erste postoperative Schmerztherapie durchgeführt, Ihr sanftes Wachwerden begleitet und alle wichtigen Körperfunktionen überwacht. In der Regel können Sie dann nach 30 - 60 Minuten auf ihr Zimmer zurückverlegt werden.
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Schmerztherapie nach der Operation
- Bei stärkeren Wundschmerzen übernehmen wir auf Wunsch die postoperative Schmerztherapie auf der Station.
- Bei zahlreichen Eingriffen wird dazu bereits im Operationssaal ein Schmerzkatheter in das Operationsgebiet oder an die vom Operationsgebiet kommenden Nerven gelegt. Postoperativ wird dann ein örtliches Betäubungsmittel über den Katheter zugeführt, der nur das Wundgebiet betäubt.
- Bei Schmerzspitzen kann der Patient eine zusätzliche Dosis am Gerät anfordern, so daß er die Schmerztherapie sozusagen selber in der Hand hat (Patienten-kontrolliertes Verfahren).
- In den Fällen, in denen ein Schmerzkatheter mit örtlichen Betäubungsmitteln nicht in Betracht kommt, bieten wir auch eine Patienten-kontrollierte Schmerzpumpe an, die ein Schmerzmittel über eine Vene oder einen zentralen Venenkatheter infundiert.Gerne informieren wir Sie über die verschiedenen Möglichkeiten.
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Intensivstation
- Nach ausgedehnten Operationen kann u.U. eine weitere Betreuung auf der Intensivstation notwendig sein - auch dort werden Sie durch unser kompetentes Team nach dem neuesten Stand des medizinischen Wissens behandelt.
- Unser hoch motiviertes Team bietet Gewähr sowohl für Hochleistungsmedizin als auch für einfühlsame, Patienten-orientierte Behandlung.
- Darüber hinaus wird zur Zeit das Projekt "Angehörigen-Integration" verwirklicht, das zum Ziel hat, Ängste abzubauen, Nähe und Vertrauen herzustellen sowie die intensiv-medizinischen Probleme des Erkrankten und die darauf abgestimmten Therapieverfahren auf leicht verständliche Weise zu erklären.
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